BARMER

Julian Mertens
Klimaschutz ist Gesundheitsschutz
„Ich bin in der Unternehmensentwicklung der BARMER tätig. Für unsere Zukunftsfähigkeit ist es wichtig, dass wir ökologische und soziale Aspekte stärker in unserem Handeln berücksichtigen. Einerseits als Organisation mit ihren 15.500 Mitarbeitenden und über 8 Millionen Versicherten. Andererseits als Partner aller Akteure des Gesundheitswesens, von der Arztpraxis über den Pflegedienst, vom Hilfsmittelanbieter bis zum Krankenhaus. Auch unter Krankenkassen und in der Politik machen wir uns für den sozial-ökologischen Fortschritt stark.
Verantwortungsvolles Handeln auf allen Ebenen, dieses Ziel erreichen wir am besten gemeinsam. Durch Austausch und Gemeinschaft finden wir die besten Antworten auf die drängendsten Fragen. Darum freue ich mich über die Chancen des ZN³, denn die meisten Fragen betreffen alle Branchen und eine Vielfalt der Perspektiven hilft uns dabei, gemeinsam tragfähige Lösungen zu entwickeln.“
Was bedeutet das Thema Nachhaltigkeit für die BARMER?
Als BARMER setzen wir uns die für die Gesundheit unserer Versicherten ein und daher auch für die unseres Planeten. Die Nachhaltigkeitsstrategie der BARMER orientiert sich an den Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen. So reduzieren wir systematisch unseren CO2-Ausstoß und wollen so wenig wie möglich kompensieren. Viele Grundlagen haben wir bereits gelegt, die BARMER bezieht seit 2019 den Strom für ihren Geschäftsbetrieb zu 100 Prozent mit Ökostrom und senkt den Verbrauch von Papier durch digitale Kommunikationswege. Wir nutzen weniger Immobilien und reduzieren den Energieverbrauch für die Beheizung unserer Standorte.
Ein weiteres Kernanliegen sind die Gleichstellung von Frauen, die drei Viertel der Beschäftigten im Gesundheitswesen ausmachen. Ihre Sichtbarkeit und Gleichstellung zu erhöhen, ist uns besonders wichtig. Mit Forschung, Projekten und Kooperationen, zum Beispiel haben wir mit dem KLUG e. V. rund 150 Mitarbeitende zu KlimaCoaches ausgebildet, die das Bewusstsein für planetare Gesundheit in Unternehmen, Kitas, Schulen oder Kommunen stärken.
Wir unterstützen unsere über 8 Mio. Kundinnen und Kunden darin, ihren Alltag gesund zu gestalten. Hierzu geben wir auch Tipps und Empfehlungen, etwa im Umgang mit Hitze und für einen umweltbewussten Alltag. Mit Prävention und Betrieblichem Gesundheitsmanagement sind wir in Unternehmen aktiv.
Auf allen Ebenen
Wir engagieren uns für Lösungen, die Gesundheits- und Umweltaspekte im Gesundheitswesen berücksichtigen. So forschen wir etwa daran, was es bei Hitze braucht, dass weniger Menschen ins Krankenhaus müssen oder gar sterben.
Wir machen Beispiele für verantwortungsvolles Handeln im Gesundheitswesen bekannt, etwa über den Deutschen Nachhaltigkeitspreis Gesundheit.
All das zeigt: Möglichkeiten zum Handeln gibt es viele. So können Krankenhäuser, Pflegeheime und Arztpraxen weniger Energie verbrauchen und weniger Abfall produzieren. Apotheken können die Menschen beraten, damit sie mit Arzneimitteln umweltgerecht umgehen können. Natürlich gehört auch die Produktion von Arzneimitteln und Medizinprodukten dazu.
Steigende Temperaturen und veränderte Niederschläge, vermehrt auftretende Hitzewellen und Überschwemmungen, Stürme, Dürren und Brände, all das gefährdet unsere Gesundheit unmittelbar. Unter den Folgen leiden die Menschen bereits jetzt. Besonders betroffen sind Menschen mit chronischen Erkrankungen, neben Älteren, Schwangeren, Säuglingen, Kindern und Menschen, die im Freien arbeiten. Die Gründe sind vielschichtig. Bei wärmeren Temperaturen gibt es mehr Erreger. Pollen fliegen länger und belasten Asthmatiker und Allergiker. Die zunehmende Hitze belastet Herz und Kreislauf, vor allem ältere Menschen sind hier im Risiko.
Gesunder Planet, gesunde Menschen
Es ist klar: Je weniger sich die Erde erwärmt, umso besser ist das für unsere Gesundheit. Nur ergibt sich daraus ein Dilemma. Denn die Mittel, die wir einsetzen, um Krankheiten zu bekämpfen, tragen gleichzeitig zur Erderwärmung bei und somit auch dazu, dass diese Krankheiten vermehrt entstehen. Weltweit ist der Gesundheitssektor allein für rund 5 Prozent der Treibhausgase verantwortlich.
Planetare Gesundheit und Prävention denken wir daher konsequent zusammen.
Die BARMER gestaltet die Versorgung, stärkt die Gesundheit und setzt sich für die stärkere Berücksichtigung ökologischer Aspekte im Gesundheitswesen ein.

