Junior Uni Wuppertal

Foto von Dr. Ariane Staab

Dr. Ariane Staab, Dipl. Biologin und Geschäftsführung

Soziale Nachhaltigkeit schafft Chancengleichheit 


„Nachhaltiges Handeln ist eine zentrale Voraussetzung für eine lebenswerte Zukunft. Die ökologischen und gesellschaftlichen Herausforderungen unserer Zeit betreffen uns alle – zugleich sind Menschen in unterschiedlichem Maße von ihren Folgen betroffen und verfügen über unterschiedliche Möglichkeiten, ihnen zu begegnen.


Bei der Junior Uni steht deshalb neben dem verantwortungsvollen Umgang mit natürlichen Ressourcen auch die soziale Nachhaltigkeit im Mittelpunkt unseres Handelns. Unser außerschulisches Bildungsangebot richtet sich an Kinder und Jugendliche mit unterschiedlichen Erfahrungen, Interessen und Voraussetzungen. Sie gestalten die Gesellschaft von heute und morgen mit. Deshalb möchten wir sie frühzeitig für Nachhaltigkeit sensibilisieren, ihre Neugier und Selbstwirksamkeit stärken und sie für lebenslanges Lernen begeistern.“

Dr. Ariane Staab, Geschäftsführerin

Logo Junior Uni Wuppertal

Was bedeutet das Thema Nachhaltigkeit für die Junior Uni?

Seit ihrer Gründung im Jahr 2008 beschäftigt sich die Junior Uni mit Fragen der Nachhaltigkeit und stellt sich – passend zu ihrem Motto „Mut zur Zukunft“ – den ökologischen und gesellschaftlichen Herausforderungen unserer Zeit.


Nachhaltigkeit zeigt sich dabei sowohl in unserem Bildungsangebot als auch in unserem Alltag. Dazu gehören beispielsweise Mülltrennung im kindgerechten Design, Solarkollektoren auf dem Dach oder unser Junior-Uni-E-Auto. Auch unser Studierendenparlament bringt die Perspektiven junger Menschen ein, beschäftigt sich mit aktuellen gesellschaftlichen und ökologischen Themen und entwickelt eigene Ideen für eine nachhaltigere Junior Uni.


Im Herbst 2020 haben wir gemeinsam mit der bundesweit aktiven Initiative geTon fünf kurze Videoclips zu Müllvermeidung, Mülltrennung und Recycling produziert. Die Lehrfilme erklären das Sammel- und Recyclingsystem in Deutschland und zeigen Zusammenhänge zwischen Ressourcenschonung und Klimaschutz. Die Videos sind weiterhin auf unserem YouTube-Kanal verfügbar.


Soziale Nachhaltigkeit bedeutet für uns Teilhabe und Chancengerechtigkeit


Soziale Nachhaltigkeit ist für uns ein wesentlicher Bestandteil einer zukunftsfähigen Gesellschaft. Die Junior Uni möchte Kindern und Jugendlichen unabhängig von ihren individuellen und sozialen Voraussetzungen Zugang zu außerschulischer Bildung ermöglichen.


Dabei wissen wir, dass Bildungschancen in unserer Gesellschaft unterschiedlich verteilt sind. Soziale Herkunft, finanzielle Möglichkeiten, Bildungsbiografie, Sprache, Behinderung, Geschlecht oder andere individuelle und strukturelle Voraussetzungen können den Zugang zu Bildungsangeboten beeinflussen.


Unser Anspruch ist deshalb nicht nur, grundsätzlich für alle offen zu sein. Wir möchten bestehende Zugangsbarrieren erkennen und möglichst abbauen und insbesondere Kinder und Jugendliche erreichen, die von außerschulischen Bildungsangeboten bislang weniger profitieren.


In unseren Kursen möchten wir Lernräume schaffen, in denen junge Menschen mit unterschiedlichen Erfahrungen und Perspektiven gemeinsam lernen, eigene Interessen entdecken und ihre Fähigkeiten weiterentwickeln können. Respekt, Wertschätzung, Vielfalt und ein diskriminierungssensibles Miteinander sind dabei wichtige Grundlagen.


So verstehen wir Chancengerechtigkeit nicht als bereits erreichten Zustand, sondern als kontinuierlichen Auftrag: Wir möchten die Voraussetzungen dafür verbessern, dass möglichst viele junge Menschen ihre Potenziale entfalten, Selbstwirksamkeit erfahren und gesellschaftliche Teilhabe erleben können.


Es ist bereits viel passiert – und zugleich gibt es weiterhin viel zu tun. Gemeinsam mit unseren jungen Student*innen möchten wir unsere Bildungsangebote, unsere Abläufe und unser Gebäude kontinuierlich weiterentwickeln und ökologische wie soziale Nachhaltigkeit stärker verankern.


Der Austausch mit anderen Organisationen und Partner*innen hilft uns dabei, unterschiedliche Erfahrungen und Perspektiven einzubeziehen. Denn eine nachhaltige Zukunft braucht nicht nur einen verantwortungsvollen Umgang mit natürlichen Ressourcen, sondern auch eine Gesellschaft, in der Teilhabe, Vielfalt und Chancengerechtigkeit aktiv gestaltet werden.

Internetseite der Junior Uni